Sprachförderung

Wir Lehrerinnen und Lehrer in der katholischen Schule Altona haben seit dem Schuljahr 2006/07 die Sprachförderung als einen unserer Schwerpunkte gewählt. Als eine Schule mit vielen Kindern aus Familien mit Migrations-hintergrund sehen wir die Sprachförderung als unsere besondere pädagogische Aufgabe und Herausforderung an.

Alle Kollegen der Grundschule haben sich in verschiedenen Seminaren zu diesem Thema fortgebildet. In regelmäßigen internen Fortbildungstreffen dienten sie anschließend jeweils als Multiplikatoren, so dass unser Kollegium nun über ein umfangreiches Fachwissen verfügt.

Wir führen regelmäßig zweimal im Jahr die HSP (Hamburger Schreibprobe) durch, um die Fähigkeiten aller Schülerinnen und Schüler zu überprüfen. Des Weiteren führen wir als Fortsetzung von HAVAS den SFD-Test zur Überprüfung des Sprachstandes mit allen Zweitsprachlern durch. Darauf und auf die Einschätzung der Klassenlehrerinnen und -lehrer gründet die Einteilung in Fördergruppen, an denen die Kinder mit besonderen Schwierigkeiten zweimal in der Woche teilnehmen.

Förderbänder

Zusätzlich erproben wir seit dem Schuljahr 2009/10 die Einrichtung von Förderbändern in den 1. bis 3. Klassen, die es den Kindern ermöglichen, nach ihren individuellen Möglichkeiten zu lernen. Der Klassenverband wird hierzu dreimal in der Woche aufgelöst und die Kinder in fünf kleine, leistungs-homogene Gruppen aufgeteilt. So haben z. B. in Klasse 1 die schwächeren Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich intensiv mit der Anlauttabelle zu beschäftigen, Laute zu erhören, Wörter in Silben zu zerlegen etc., während sich die stärkeren Schülerinnen und Schüler schon mit dem Schreiben ganzer Sätze beschäftigen können.

Alle Lehrer der Förderbänder treffen sich monatlich, um sich über die Fortschritte der Kinder auszutauschen, so dass die Deutschlehrer gut über den Entwicklungsstand ihrer Kinder informiert sind. Bei diesen Besprechungen, die von der Sprachlernkoordinatorin begleitet werden, wird Arbeitsmaterial ausgetauscht und überlegt, ob Kinder in die nächsthöhere Gruppe wechseln können.

Wir halten die Förderbänder für eine hervorragende Gelegenheit, alle Kinder in ihrem Schriftspracherwerb optimal zu fördern. Das gesamte Kollegium steht hinter dieser Methodik, obwohl sie einiges an Organisationsaufwand und Mehrarbeit bedeutet.

Lese-Mentoren

Ehrenamtliche 1:1 Leseförderung durch MENTOR an unserer Schule

Der Schritt vom Lesen zum Verstehen ist für viele Kinder sehr groß.

MENTOR – Die Leselernhelfer HAMBURG e.V. hilft Schülerinnen und Schülern, diesen Schritt dennoch zu wagen und dabei die Lust am Lesen zu entdecken – denn Lesen lernen macht stark!

Die Lehrer und Verein bringen gemeinsam Schüler und Mentoren zusammen. Voraussetzung ist, dass die Kinder die individuelle Unterstützung freiwillig annehmen und dass die Eltern einverstanden sind. Mentor oder Mentorin und Lesekind treffen sich daraufhin mindestens ein Jahr lang einmal in der Woche in der Schule zur gemeinsamen Lesestunde. In der 1:1-Betreuung ermutigt der Mentor das Kind, selbst zu lesen und über das Gelesene zu sprechen.

Das alles geschieht spielerisch, freiwillig und ohne Leistungsdruck; die Lesestunden sind kein Förder- oder Nachhilfeunterricht. Lesestunden gestalten sich unabhängig von den Inhalten und Aufgaben der Unterrichtsfächer. In der Regel steht das gegenseitige Vorlesen im Mittelpunkt der gemeinsamen Lesestunde.

An unserer Schule treffen sich zurzeit 5-8 ehrenamtliche Mentoren mit Schulkindern 1x in der Woche zur gemeinsamen Lesestunde.

Wir sind den ehrenamtlichen Lesepaten und –patinnen sehr dankbar für Ihre Unterstützung unserer pädagogischen Arbeit!

Weitere Informationen über den Verein finden Sie unter. http://www.mentor-hamburg.de

 

Schülerbibliothek

Im Frühjahr 2010 hat die Schule mit Hilfe von Fördergeldern der Stiftung Katholische Schulen in Hamburg und des Haspa-Lotteriesparens eine Schülerbibliothek eingerichtet. Sie umfasst schon ca. 500 Bücher und wird ständig erweitert. Hier können von der Vorschule bis zur 10. Klasse die Schülerinnen und Schüler viermal in der Woche nach dem Unterricht in aller Ruhe herumstöbern und sich kostenlos Bücher ausleihen. Von Bilderbüchern über lustige Geschichten, Gruselromane, Sachbücher, historische und literarische Werke bis zu Liebesgeschichten ist für jeden etwas dabei.

Wir sehen die Schülerbibliothek, die von den Kindern begeistert angenommen wird, als einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung.

Silja Lenz, Sprachlernkoordinatorin