Monatsarchive: September 2018

Unsere dritten Klassen bei den Waldspielen

Am letzten Freitag machten sich die Klassen 3a und 3b auf den Weg zum Altonaer Volkspark. Die Schüler und Schülerinnen erwartete ein wunderschöner Parcours durch den Park. Dank der Hilfe von vielen Eltern wurden 15 Stationen im Wald betreut. Bei guter Laune gingen die Kinder selbstständig in Gruppen durch den Wald und beschäftigten sich an einzelnen Stationen mit dem Leben im Wald. Es wurde gepuzzelt, Tiere und Pflanze bestimmt, um die Wette gerannt und vieles mehr. Nach so viel frischer Luft sind die Gruppen wieder mit dem Bus zur Schule gefahren. Das war ein toller Erlebnistag!

 

 

In Altona summt es auf dem Schuldach


Hobbyimker Maxim Weber kümmert sich um fünf Bienenvölker, die auf der Katholischen Schule Atona stehen.

Die Kinder dürfen den süßen Honig kosten – und sie lernen zugleich, warum wir die kleinen emsigen Nutztiere brauchen. Die 5. Klasse setzte auf dem Schulhof Sonnenblumen-Samen in die Erde. Darauf können sich die Bienen dann im Herbst freuen…

Ein Glas Honig aus Altona gefällig?
Den gibt’s hier: www.hamburger-stadthonig.de

(Fotos: Norbert Wiaterek)

In Altona summt es auf dem Schuldach (Fotos: Norbert Wiaterek)In Altona summt es auf dem Schuldach (Fotos: Norbert Wiaterek)

Wheelchair Basketball-WM in Willhelmsburg….da müssen wir hin

Die Sportbegeisterung vieler unserer Schüler kennt keine Grenzen, doch wie verhält es sich, wenn Menschen mit Behinderung Basketball spielen, wie geht das überhaupt und ist das noch derselbe Sport? Die 6., 8. und 10. Klassen der Katholischen Schule Altona begaben sich zusammen mit ihren Klassenlehrern nach Wilhelmsburg zur Wheelchair-Basketball-WM und erlebten dort Sport der Spitzenklasse. Schnelle Tempogegenstöße, Würfe aus unmöglichen Winkeln und irrwitzige Manöver mit den Rollstühlen. Bei Stürzen helfen sich die Athleten selbst wieder auf die Rollen. Schnell wird klar, es ist nicht derselbe Sport, es ist alles viel körperbetonter und taktischer. Wir sind uns alle einig, die Rollstuhlbasketball-WM ist ein sehenswerter und spannender Wettbewerb und wir sind froh, dabei gewesen zu sein.

Berufsinformation im Riesenrad: Future Talkder Handwerkskammer mit Neuntklässlern der Katholischen Schule Altona

Dichtes Gedränge herrscht am Morgen auf dem Hamburger Dom: Mehr als 1.000 Stadtteilschüler und Gymnasiasten nutzen die Einladung der Handwerkskammer Hamburg zum Future Talk – einem außergewöhnlichen Berufsorientierungstag für Acht- bis Zehntklässler. 42 Gondeln des Riesenrades auf dem Heiligengeistfeld stehen während des gesamten Vormittags für Informationsgespräche mit echten Experten aus verschiedenen Handwerksbetrieben zur Verfügung. Und die Bandbreite der angebotenen Berufe ist riesig. Sie reicht vom Informationstechniker, Dachdecker und KFZ-Mechaniker bis zum Fleischer, von der Bestattungsfachkraft, dem Fotografen, Friseur, und Tischler bis hin zum Raumausstatter. Paul, Eva, Jan und ihre Klassenkameraden der Katholischen Schule Altona stehen noch etwas zögerlich am Eingang zu den Gondeln. „Ich interessiere mich für den Bäckerberuf – aber das ist ja leider kein Handwerk“, mutmaßt Paul. Nur wenig später wird er das Gegenteil erfahren. „Ich backe manchmal zuhause, aber das sieht dann noch nicht so gut aus“, erklärt der Schüler selbstkritisch. Aber das könne er ja noch lernen. Auch Eva hat bereits erste Vorstellungen von Ihrer Zukunft. „Ich starte nächste Woche mit dem  Praktikum in einem Lebenshilfe-Kindergarten. Ich könnte mir gut vorstellen, Erzieherin zu werden“, meint die selbstbewusste Neuntklässlerin.

„Immer zu fünft einsteigen!“ – die Lautsprecher-Durchsagen der Organisatoren unterbrechen die Jugendlichen in ihrem Gespräch. Die Ansagen geben den Takt des Vormittages vor. Vollbesetzte Gondeln starten zu immer neuen Info-Runden in den Hamburger Himmel. Paul, Eva, Stavros und Ozias haben sich zum Start für die Gondel von Raumausstatterin Anna Bräuninger und Bestattungsfachkraft-Azubi Lea Balkenhohl entschieden. Beide Ausbildungsberufe sind den Jugendlichen ziemlich fremd. Und so erläutern die Expertinnen ihre Berufszweige ausführlich, geben Einblick in einen typischen Arbeitsalltag und verdeutlichen gewünschte Fertigkeiten. Echte Werkzeuge, kunstvoll gestaltete Kissen und eine Urne mit eingearbeitetem Relief sind die Hingucker dieser kurzen Orientierungsfahrt. Interessiert bohren die 14jährigen nach. „Das hört sich gut an. Aber was verdient man denn in der Ausbildung?“, will Stavros wissen. Die Antwort –  ein Bruttoverdienst zwischen 300 und 600 Euro, je nach Ausbildungsjahr– ruft Erstaunen bei den Schülern hervor. “Aber davon kann man doch gar nicht leben!“, meint Ozias. „Ja, deswegen wohnen die meisten Azubis in meiner Berufsschulklasse auch noch zu Hause“, gibt Lea Balkenhohl zu. Eine Wohnung in Hamburg sei davon zunächst nicht zu bezahlen. Raumausstatterin Anna Bräuninger kann mit Blick auf den eigenen Ausbildungsberuf zunächst ebenfalls nicht viel mehr anbieten. „Wichtig ist, den Beruf zu finden, den man einfach gerne macht. Denn der Verdienst nach der Ausbildungszeit sieht dann schon ganz anders aus.“, macht Bräuninger Mut.

„Viele Handwerksberufe sind den Schülern heute gar nicht mehr bekannt. Insofern ist dieser Berufsorientierungstag eine gute Chance, um diese Ausbildungsberufe kennenzulernen“, erklärt Fachlehrer Christian Lukatsch von der Katholischen Schule Altona. Unterstützend gibt es im neunten Jahrgang sogenannte „Praxislerntage“. Jeden Donnerstag sind die Altonaer Jugendlichen zu Gast in einem selbst gewählten Unternehmen, um Einblick in die Berufswelt zu gewinnen. Im November folgt eine zweite Praktikumsphase in einem anderen Betrieb. Und im Februar stehen dann die Vorbereitungen für den ersten Schulabschluss an. Dem Schulabschluss und der Berufswahl seiner Neuntklässler sieht Lehrer Lukatsch durchaus gelassen entgegen. „Die sind wirklich gut dabei und echt fit“, meint der Pädagoge, auch wenn es im Hinblick auf die vielen Ausbildungsmöglichkeiten noch einige Fragezeichen gebe. Aber auch das sei ja völlig normal, erklärt Lukatsch – und wagt sich erneut in das Gedränge, um seine Schüler zum nächste Gondel-Gespräch zu begleiten.

Bild 8531 (v.l.n.r., Foto: Christoph Schommer): Jan, Ozias, Stavros, Paul und Eva lernen beim Future Talk der Handwerkskammer neue Ausbildungsberufe kennen.

Bild 8551 (Foto: Christoph Schommer): Jan im „Gondel-Gespräch“ mit Raumausstatterin Anna Bräuninger.

Bild 8541 (Foto: Christoph Schommer): Eva und Stavros im „Gondel-Gespräch“ mit Bestattungsfachkraft-Azubi Lea Balkenhohl.

 

 

 

Die Welt entdecken – Die 5. und 6. Klasse besucht das Universum Bremen

Mensch – Natur –Technik, mit leuchtenden Buchstaben werden die Etagen des Universums in Bremen knapp beschrieben, doch hinter jedem dieser Etiketten verbirgt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten zum Experimentieren oder interaktiven Erleben. In diesem Museum sind die Dinge nicht ausgestellt, alles darf angefasst und ausprobiert werden. Alle Sinne werden angesprochen, es wird gehört, gesehen, gerochen und gefühlt.

Wie ist es nichts sehen zu können? Was ist Infrarot? Fließt hier Strom? Wie verändert der Klimawandel die Erde? Kann man mit den Augen einen Computer steuern? Auf jede Frage finden die Schüler der katholischen Schule Altona Antworten. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug und am Ende sind sich alle einig: das war nicht nur ein großartiger Tag, wir haben auch wirklich viel gelernt.

 

Bienen auf dem Dach

Seit einigen Wochen sind auf unserem Dach 3 Bienenstöcke. Im Frühjahr gibt es auf dem Schulhof und in der Nachbarschaft viele blühende Bäume. Der Imker war begeistert und meinte, ein einziger Baum hat so viele Blüten wie eine große Blumenwiese. Solange die Linden, Kastanien und auch die vielen Blumen in den Balkonkästen und Gärten blühen, haben die Bienen genug Futter. Im Spätsommer geht die Fülle zurück. Er meinte, Sonnenblumen sind im Herbst für die kleinen Insekten ideal.

Daraufhin säten die Schülerinnen und Schüler der 5 Klasse mit ihren Lehrerinnen Frau Küster und Frau Eichmann Sonnenblumenkerne aus. Damit man sie im Beet gut findet und ihnen gezielt Wasser geben kann, wurden 2 Kerne zusammen in die Erde gesetzt und mit einem Stäbchen versehen.

Schon nach wenigen Tagen zeigten sich die ersten Keimlinge. Bei Trockenheit gießen die Schülerinnen und Schüler ihre Pflänzchen in der Pause. Nun sind wir gespannt, ob nach den Sommerferien die ersten Sonnenblumen blühen und wie der Honig schmecken wird.

 

Spendenlauf im Wohlerspark

Am Fronleichnamstag, 31. Mai 2018, war Spendenlauf im Wohlerspark. Nach
den Gottesdiensten ging es los. 1222,83 Euro wurden für unsere
Partnerschule Divino Nino Jesus in Iguazu, Argentinien erlaufen. Trotz
großer Hitze haben sich alle Klassen sehr erfolgreich beteiligt. Beim
anschließenden Mittagessen mit Grillwürstchen hatten alle großen Spaß.
Wir freuen uns für die Kinder in Argentinien, für die mit dieser Spende
sanitäre Anlagen und Klassenräume errichtet werden sollen.

 

Projekttage on tour in Hamburg

Nachdem die Kinder im Unterricht ihre Hansestadt in der Theorie kennengelernt hatten, erkundete die Klasse ihre eigene Stadt und dessen Geschichte auf eigene Faust.

Montags stand das „Museum für Hamburgische Geschichte“ auf dem Programm. Die Schüler waren von dem Modell der Hammer Burg begeistert und schauten sich den Schädel, der möglicherweise von Störtebeker sein könnte, fasziniert an. Bei einer Rallye erkundeten die Schülerinnen das Museum im Alleingang.

Am Dienstag wurde das Rathaus unter die Lupe genommen. Die Rallye führte die Klasse in das Gebäude und schärfte den Blick auf die kleinen Details des Gebäudes.

 

Der alte Elbtunnel und eine Fahrt durch den Containerhafen waren weitere Sehenswürdikeiten.

Bei der HVV Rallye durften die Kinder, selbstständig in Kleingruppen, ihre Stadt erobern. Im Erzählkreis wurde von viele freundlichen Begegnungen mit den Hamburgern Bewohnern berichtet.

Ein besonderer Ausflug, war der Spaziergang zu dem Schulmuseum. Die Klasse lief, das Lied „Die Gedanken sind frei“ singend, zur Seilerstraße. Dort erwartete uns zunächst ein einstündiger Vortrag über die Kaiserzeit. Danach durften die Schülerinnen Geschichte hautnah erleben. In Kittelschürzen, Kragen und mit neuem Namen bekleidet, erlebte die Klasse eine Unterrichtsstunde wie zur Kaiserzeit. Frontalunterricht, ein strenger Ton, das Schreiben auf einer Schiefertafel, Ordnung und Disziplin  wurde für viele zu einer Herausforderung, die Keiner so schnell vergessen wird.

Nach dieser Woche wurden viele Seiten im Kulturführerschein gestaltet.

Schüler von Klasse 10 auf dem Katholikentag in Münster

Sechs Schüler unserer Klasse 10 fuhren auf Einladung des Erzbistums zum diesjährigen Katholikentag nach Münster, um auf der Kirchenmeile des Erzbistums Werbung für die Friedensgebets-Aktion der Katholischen Schulen Hamburgs zu machen.

Ankunft in MS bei Regen

Untergebracht im Gemeinschaftsquartier außerhalb fuhren wir jeden Tag in die Innenstadt und mischten uns unter die über 70 000 Teilnehmer des Katholikentages in der Westfälischen Stadt des Friedens. Von der frohen und lebendigen Atmosphäre des Katholikentags angesteckt konnten wir die verschiedensten Veranstaltungen – wie z.B. das Taize-Gebet „Nacht der Lichter“ in der Halle Münsterland oder Konzerte auf den vielen Bühnen in der Innenstadt – besuchen.

Dabei gehörte ein Gang durch Münsters gemütliche „Gute Stube“, dem Prinzipalmarkt, eine Treetboot-Fahrt auf dem Aasee ebenso zum Münster-Programm wie auch der Besuch des Grabes des bekannten Kardinals von Galen im St.Paulus-Dom, den wir ja im Religionsunterricht bereits intensiv kennengelernt hatten.

Zweimal mussten wir allerdings unsere „Freizeit“ in Münster unterbrechen, um unseren „Dienst“ am Stand des Erzbistums Hamburg auf der Kirchenmeile des Katholikentages zu erfüllen. Dort verteilten wir Flyer und Friedenskärtchen zur nun schon traditionellen Friedensgebetsaktion der Katholischen Schulen Hamburgs. Dabei konnten wir u.a. auch dem ehem. Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse, vom jede Woche am Donnerstag – Morgen durchgeführten Friedensgebet berichten, bei dem wir – wie zeitgleich alle Schüler der Katholischen Schulen Hamburgs – vor Unterrichtsbeginn für den Frieden in der Welt beten. Voll stolz trugen wir dabei unser Sweat-Shirt mit der Aufschrift „Schulen im Erzbistum Hamburg – Friedensbotschafter“ und kamen so mit vielen anderen Katholikentagsbesuchern ins Gespräch.

Wolfgang Thierse, ehemaliger Vizepräsident des Deutschen
Bundestages, mit einem Gebetskärtchen, das die Schüler auf dem
Katholikentag verteilten.

Jeslord mit den Gebetskärtchen zur Friedensgebetsaktion der

Katholischen Schulen Hamburgs.

Allerdings löste die Aufschrift auf unserem Sweat-Shirt auch eine Diskussion unter den Schülern aus. „Können wir mit gutem Gewissen Werbung für die Katholischen Schulen Hamburgs machen, wo doch unsere KSA zu den Schulen gehört, die vom Erzbistum geschlossen werden sollen?“ – So wurden wir natürlich auch von vielen Besuchern des Katholikentags auf die aktuelle Situation in Hamburg angesprochen. Dabei haben wir von unserer Trauer, unserer Wut über die Schließungspläne, aber auch von den vielfältigen Protest-Aktionen, von der Initiative „Rettet 21“ und jetzt auch von unserer Hoffnung auf Rettung unserer Schule durch die Zusammenarbeit von Erzbistum und Schulgenossenschaft berichtet. Denn vielleicht darf ja unsere Schule eine der Schulen sein, die nun als „Pilotschulen“ das gemeinsame Rettungsprojekt von Erzbistum und Schulgenossenschaft in die Tat umsetzen können.


Dass unsere Schule aufgrund ihrer so guten Arbeit im sozialen Brennpunkt und mit einer multikulturellen Schülerschaft es verdient, gerettet zu werden, brauchten wir gegenüber den Fragenden nicht extra betonen. Denn unsere Katholikentagsgruppe war so bunt und multikulturell, wie es eben unsere KSA ist: Natascha, David und Jeslord aus Afrika, Lorelein aus Südamerika, Raymarc von den Philippinen, Erick aus Polen und nur der Lehrer Martin König-Konerding aus Deutschland.


Voller Eindrücke und neuen wichtigen Erfahrungen kehrten wir per Zug nach Hamburg zurück, wo nun die Prüfungen zum Schulabschluss zu schaffen sind. Die Erfahrungen vom Katholikentag werden uns helfen, alles gut zu meistern und mit neuer Hoffnung uns weiter für die Rettung der KSA zu engagieren.

Martin König-Konerding

„Dann schafft ihr das auch“ – Fünftklässler erleben Theater im Klassenzimmer   Thalia Theater zu Gast an der Katholischen Schule Altona

Plötzlich steht sie da, mitten im Klassenraum. Zunächst unsicher, abwartend, dann mit herausforderndem Blick und selbstbewusst-nörgelndem Grundton: Paulina. Nicht ohne Grund auch Maulina genannt. Und Maulinas Welt ist aus den Fugen geraten. Sie muss die Trennung ihrer Eltern verdauen, die Krankheit ihrer Mutter ertragen und sich nun auch noch an einer neuen Schule zurechtfinden. Der Umzug aus ihrem geliebten Mauldawien in das Neubaugebiet Plastikhausen fällt ihr mehr als schwer.

„Es war einmal … da hatten wir noch alles“, beginnt Schauspielerin Kathrin Dworatzek vom Thalia Theater ohne Umschweife aus dem Teenager-Leben zu berichten, klar und direkt. Im Nu hat die Künstlerin die Fünftklässler der Katholischen Schule Altona in ihren Bann gezogen. Aufmerksam hören die Mädchen und Jungen zu, durchdringen vergangene, lebensfrohe Zeiten mit „geräumigem Zimmer in komfortabler Wohnung, mit ausgiebigen Frühstücken und vielen aufgeschlagenen Büchern auf dem knarrenden Dielenboden“ – und erahnen den urigen Hinterhof, in dem Maulina Gärtner, Chef und Zirkusdirektor zugleich war. Doch nun ist alles anders. Die Wohnung ist klein und ungemütlich, umgeben von endlos asphaltierten Straßenschluchten, und der gemeinschaftliche Garten ist so groß, dass man die Ecken der Rasenfläche beim Liegen mit Händen und Füßen berühren kann.

Fünf Wochen lang haben sich die Stadtteilschüler mit ihrem Klassenlehrer Jan Baugut intensiv mit dem mehrfach ausgezeichneten Werk Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Mein kaputtes Königreich“ des in Hamburg lebenden Autors Finn-Ole Heinrich beschäftigt. „Wir haben Umzugskisten gepackt, Kurzgeschichten geschrieben, Comics gezeichnet und uns sogar im szenischen Spiel ausprobiert“, berichtet Baugut. Gerade dieses Zusammenspiel ermögliche den Kindern den unverkrampften Umgang mit wichtigen Fragen des Lebens und biete viele Anknüpfungspunkte an eigene Erlebnisse. Die Aufführung des Werkes als Klassenzimmerstück gelingt Schauspielerin Kathrin Dworatzek problemlos, dieKommunikation mit den jungen Zuschauern ist direkt und unmittelbar. Die Fünftklässler werden immer wieder neu zu Reaktionen herausgefordert und dabei zugleich mit alltäglichen Problemen der Anerkennung und des Mobbings konfrontiert. Maulina reagiert gekränkt auf die fehlende Anerkennung. „Ich freunde mich doch mit keinem dieser Teebeutel an“, erklärt sie selbstbewusst mit dem Blick auf ihre neuen Mitschüler – und wünscht sich doch nichts anderes als genau das. Schließlich tritt „der lange Lulatsch“ Paul in ihr Leben, dessen unbeholfenes Lächeln ihr jedes Mal wie ein kleiner Sonnenaufgang erscheint. Ein Kumpel, der nicht viel redet und doch so einiges verändert in Paulinas Leben.

Verändert hat das vom Kulturforum21 unterstützte Literaturprojekt des Thalia Theaters auch die Sicht der Altonaer Schüler. „Das war ein tolles Buch, für jedes Alter gut lesbar“, resümiert Lea, ohne das Lob für die Schauspielerin zu vergessen: „Sie haben die Emotionen so toll gespielt“. Jahn-Carlo staunt über das, was sich Dworatzek alles merken kann. „Ich fand es echt krass, dass Sie das ganze Buch auswendig können“, staunt der Zehnjährige, „das könnte ich nicht“. Doch das lässt die Künstlerin nicht unwidersprochen stehen. „Ihr könnt das. Lasst Euch nicht stressen und schaut nicht immer nur auf die anderen, um Euch zu messen“, rät Kathrin Dworatzek mit Blick auf die eigene Kindheit. „Wenn Ihr etwas wirklich mögt, dann setzt Euch dafür ganz und gar ein, und dann schafft Ihr das auch“.
Das Nicken der Schüler zeigt: Maulina hat was bewegt in den Köpfen der Fünftklässler.

Foto 1: „Hier sitze ich“ – Schauspielerin Kathrin Dworatzek als Maulina im Gespräch mit Fünftklässlern der Katholischen Schule Altona (Foto: Christoph Schommer)

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