Monatsarchive: Februar 2018

Unsere Kostüme auf der Bühne bei „Alles Mozart“

Letzte Woche war es dann soweit. Die gestalteten Kostüme unserer SchülerInnen wurden auf die Bühne gebracht. Es war ein eindrucksvoller Abend. Die Geschichte des Herrn Wolfgang Amadeus Mozart wurde, mit Hilfe von 300 Schülerinnen vieler Katholischen Schulen, dargestellt.

Unsere SchülerInnen der 5. Klasse gestalteten 60 Perücken aus Papier. Das sah sehr imposant aus.

Die Schüler und Schülerinnen des Kunstkurses (Klasse 9 und 10) gestalteten den Drachen, das Kostüm des Papageno, bedruckten die Umgänge, gestalteten die Königin der Nacht und nähten die Rüschen.

Vielen Dank für die große Unterstützung von Euch!

Fotos von Stefan Malzkorn

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Klasse 5 auf den Spuren der Steinzeit

Die 5. Klasse war Ende Januar im Rahmen des Gesellschaftsthemas „Steinzeit“ im Archäologischen Museum in Harburg, um dort an einem Werkzeugkurs und einer Führung passend zu ihrem Unterrichtsthema teilzunehmen.
Nach einer kurzen Einführung und ersten interessanten Informationen über das Leben in der Steinzeit, gingen wir mit dem Leiter des Kurses (ein echter Archäologe!) in die Ausstellung. Er erklärte uns, wie und wo es zu Funden kommt und was mit so einem Fund zu tun ist. Weil er wusste, dass wir aus Altona kommen, zeigte er uns, was in Altona gefunden wurde und wies uns auf einen Fund hin, der in der Welt einmalig ist, weil sehr viele unterschiedliche Werkzeuge in einer Gegend gefunden wurden.
Anschließend durften wir im Werkraum selbstständig Messer herstellen, in dem wir mit Hilfe von großen, schweren Steinen Stücke des Feuersteins abschlugen, und diese Messer zum Schneiden von Leder ausprobieren. Unsere Messer funktionierten super! Am Schluss des Kurses führte unser Leiter uns vor, wie und womit früher Feuer gemacht wurde. Auch das war spannend, weil es noch niemand von uns vorher versucht hatte und man sich nicht vorstellen konnte, wie schnell es klappen würde bzw. wie groß das Feuer werden würde.
Am Ende durften wir uns noch selbstständig in der Ausstellung umsehen und uns das ansehen was uns interessierte.
Wie man auf den Fotos sieht, haben manche Kinder auf dem Rückweg in der S-Bahn direkt ihre „Steinzeitmesser“ herausgeholt und sich weiter über das Thema unterhalten.
Allen Schülern hat der Ausflug gut gefallen. Die Zeit verging sehr schnell und es fühlte sich gar nicht wie Lernen an.

Stephie Küster

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Klasse 4a besuchte die Elbphilharmonie

Gestern freute sich die Klasse 4a auf einen besonderen Ausflug. Ziel war die beeindruckende Elbphilharmonie. Es wurde Rosamunde von Franz Schubert gespielt. Der berühmte Filmschauspieler und Synchronsprecher Rufus Beck führte mit passenden Worten in die Heldengeschichte ein und stellte die Instrumente den Kindern vor.

Die Elphierolltreppe

Der Hamburgische Generalmusikdirektor und Dirigent Kent Nagano winkte den Mädchen und Jungen beim Gang zum Dirigentenpult lachend zu. Ihm verdankten die Sechs- bis Zehnjährigen den oftmals wohl ersten Besuch in Hamburgs neuem Wahrzeichen – und zugleich den ersten Kontakt mit dem Philharmonischen Staatsorchester.

 

Naganos Traum „von einer Welt, in der jeder Mensch die Chance hat, Zugang zur klassischen Musik zu finden“ bestätigte sich in den klatschenden Händen und leuchtenden Augen der Grundschüler.

Bevor die ersten Klänge der Schauspielmusik ertönten, galt der Blick von Rufus Beck zunächst dem Orchester. Der akustischen Vorstellung tiefer und heller Töne von Bratschen, Celli und Klarinetten folgten ein lockeres warming up-Interview mit dem ersten Geiger. Die 2.000 Grundschüler folgten konzentriert und gespannt. „Und jetzt werden wir ein Experiment wagen, das es noch nie in der Elbphilharmonie gegeben hat“, erklärte Beck und lud die Mädchen und Jungen zum begleitenden Taktklatschen ein.

Die Orchestermusiker quittierten das Engagement der Grundschüler der Katholischen Schule Altona, der Domschule St. Marien, der Katholischen Schule Hammer Kirche, der Katholischen Schule Wandsbek, der Katholischen Schule St. Paulus Billstedt sowie vieler weiterer Schulen mit einem Lächeln.

Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis machten wir es uns am Hafen gemütlich und geschossen das Frühstück, unter den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings.

„Schulkonzerte sind eine wunderbare Möglichkeit, Kinder mit der Musik großer Komponisten in Verbindung zu bringen“, freute sich Dr. Bettina Knauer, Leiterin des Educationprogramms KULTURFORUM21 der katholischen Schulen. „Dass wir hier heute mit 650 Kindern dabei sein können, verdanken wir der langjährigen hervorragenden Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Staatsoper“, so Knauer.

Und der nächste große Komponist wartet bereits auf Entdeckung: Am 21. und 22. Februar werden mehr als 300 Schülerinnen und Schüler katholischer Schulen die Opernproduktion „Alles Mozart“ auf die Bühne im Atrium der HanseMerkur bringen. Kooperationspartner sind dann die Hamburger Camerata und die Hochschule für Musik und Theater.

Infos zur Veranstaltung: www.kulturforum21.de

Stellungnahme des Kollegiums der Katholischen Schule Altona

Rhetorik statt Erneuerung

Wir, das Kollegium der Katholischen Schule Altona, möchten Stellung beziehen zu den Vorgängen der letzten Wochen, die uns, die Eltern und vor allem die Schülerinnen und Schüler schockiert haben. Zugleich möchten wir unsere Solidarität mit den anderen katholischen Schulen bekunden, die von den angestrebten Schließungen ebenfalls betroffen sind.

Am 18. Januar diesen Jahres wurde in einer außerordentlichen Dienstsitzung, für uns unerwartet, das Ende unseres Standortes von der Schulleitung verkündet, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit und auf die Rhetorik der Handelnden, um die Dinge besser verstehen zu können

Bei dem Übergang des Katholischen Schulverbandes in die Hände des Erzbistums Hamburg im Januar 2017 wurde von den neuen Entscheidungsträgern ein Erneuerungsprozess angekündigt, der in den folgenden Jahren ergebnisoffen und transparent hätte ablaufen sollen. Im Vordergrund stand die wirtschaftliche und finanzielle Konsolidierung des jungen Bistums. Die Betonung, dass Schulschließungen keineswegs beschlossene Sache seien, hätte uns schon früh stutzig machen können – wir als Kollegium vertrauten aber darauf, dass man uns zum Teil eines Prozesses machen würde, aus dem etwas Neues und Nachhaltiges wachsen würde. Ein Besuch des Vertreters für die Abteilung Schule und Hochschule, an unserem Standort verstärkte diese Haltung, da wir das Gefühl bekamen, hier würde pädagogisch und menschlich verantwortlich gehandelt. Auch zu diesem Zeitpunkt fanden sich keine Anzeichen dafür, dass unsere Schule Teil dieser „Erneuerung“ sein sollte, die de facto nur den radikalen Rückbau des katholischen Schulwesens in Hamburg meint

Es fehlt die Transparenz

Im Dezember 2017 wurde dann ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young veröffentlicht, das die Geschichte einer desolaten Finanzsituation des Bistums erzählt – reich illustriert und mit Lösungsansätzen garniert, die man sonst nur von gewinnorientierten Unternehmen kennt. Die Empfehlung der Wirtschaftsprüfer: wirtschaftlich nicht tragfähige Schulen sollen geschlossen werden. Belastbare Zahlen sucht man vergebens, allein von einem Schuldenberg von 80 Mio. Euro ist die Rede, der bis 2021 auf über 300 Mio. anwachsen könne, Zahlen, die seit geraumer Zeit immer wieder in der Presse zu lesen sind. Eine transparente Aufschlüsselung der Ergebnisse der Wirtschaftsprüfer ist nicht vorgesehen.

Das Leben der Schulfamilie – hier in Altona wird dieser Begriff mit Leben gefüllt – geht trotz der Irritationen ungestört weiter. Die engagierten Lehrer, Pädagogen, Erzieher und Sozialarbeiter schaffen für ihre Schüler ein individuelles und menschliches Umfeld, das unser Nachwuchs als „zweites Zuhause“ empfindet, als einen Ort, wo Begabungen gefördert und des Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit geweckt werden. Die Schule genießt einen guten Ruf, weil hier gezeigt wird, dass Kinder aus allen Schichten der Gesellschaft dazu befähigt sind, Großes zu leisten und ihren Platz in unserer komplexen Gesellschaft selbstbestimmt zu finden.

Die Bedürftigen gehen über Bord

Diese Schüler und diese Lehrer sind es, die heute als „Ballast“ bezeichnet werden, von dem man sich trennen müsse. Eine Rhetorik, die den euphemistischen Kurs für einen Moment aufgibt und daher vielleicht umso wahrer wird. Unser Kollegium findet die Tatsache, dass gerade Standorte mit einem wenig zahlungskräftigen Klientel geschlossen werden, beschämend und ist bezüglich ihres christlichen Selbstverständnisses irritiert. Sieht doch Papst Franziskus die Aufgabe der Kirche gerade darin, sich um den Rand der Gesellschaft zu kümmern, wird dieser Rand im Hamburger Erzbistum über Bord geworfen. Diese Entfernung vom christlich-katholischen Auftrag bedeutet nicht nur in unseren Augen, sondern auch in der öffentlichen Wahrnehmung, einen schwerwiegenden Vertrauensbruch. Der Mangel an Bewusstsein für genuin christliche Werte führt in allen Schulen und Gemeinden zu Trauer, Wut und einer tiefen Verunsicherung, der die Bistumsleitung durch Intransparenz nicht begegnen kann.

Wurden alle Rettungsmöglichkeiten ausgelotet?

Das Dogma der eigenen Transparenz erschüttert das Erzbistum dadurch weiter, dass es in einer eigenen Pressemitteilung formuliert, die Stadt bereits am 26. Juli 2017 davon in Kenntnis gesetzt zu haben, dass für die Schulen in Harburg und Altona ganz konkret eine Schließung in Erwägung gezogen würde. Weder gegenüber den Eltern, noch gegenüber den Lehrern wurden der Fortschritt und die Tragweite dieser Entwicklungen zu diesem Zeitpunkt angedeutet. Im Nachhinein wird uns zudem über die Stellungnahmen in der Presse bewusst, dass eventuell nicht alle Möglichkeiten ausgelotet wurden, in Kooperation mit der Stadt, den Eltern oder auch anderen Bistümern, die angestrebten Schulschließungen zu verhindern. Von den Versprechen von Transparenz, Ergebnisoffenheit und Erneuerung bleibt heute nur ein schaler Beigeschmack übrig und die Gewissheit, dass es sich nur um Rhetorik gehandelt haben muss.

Wir wünschen allen Beteiligten und Betroffenen ein gutes Händchen für die anstehenden Entscheidungen und hoffen, dass ihrem Vertrauen in den christlichen Glauben kein nachhaltiger Schaden entstanden ist. Trotz aller Trauer und allem Unverständnis gegenüber den Entscheidungsträgern, werden die Verantwortlichen im pädagogischen Bereich ihre professionelle und leidenschaftliche Arbeitsweise fortsetzen und den verbliebenen Schülern weiterhin ein von christlichen Werten geprägtes warmes Umfeld bieten.