Monatsarchive: Juli 2015

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Die Klassenfahrt der Klasse 8

Halb neun Uhr am Hamburger Hauptbahnhof, ein Meer von Koffern – kleine und große, dazwischen die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8 und ihre beiden Klassenlehrer. Die Luft der Bahnhofshalle ist bereits jetzt aufgeheizt und deutet schon die heißen Tage an, die unsere Reisegruppe in der Bundeshauptstadt erwarten.

Nach einer kurzen Fahrt mit dem ICE und der Zimmerverteilung geht es Richtung Gedächtniskirche und KaDeWe, erste Eindrücke von der Stadt werden gewonnen, es ist lauter als in Hamburg, schneller auch und vor allem wirkt alles größer und weiter. Der Tag geht rasch vorüber und nach dem gemeinsamen Abendessen fallen alle müde ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

Dieser beginnt mit einem Besuch bei Madame Tussauds, einem Wachsfigurenkabinett, in dem Bundeskanzlerin Merkel ebenso lebensecht zu bewundern ist wie Beyonce und Christiano Ronaldo. Nach einer kurzen Führung werden die Handys gezückt und Selfies zusammen mit den Stars arrangiert. Herr Günther erklärt Einstein die Relativitätstheorie und Herr Baugut spricht mit Brecht über Mutter Courage, das eine oder andere Mädchen diniert mit George Clooney, während die Jungs mit Lionel Messi den Torjubel üben. Am späten Nachmittag besucht die Hamburger Reisegruppe noch Sea Life und bewundert dort, neben zahlreichen Fischarten und Salzwasserpflanzen, Europas größtes Aquarium, das mit unglaublichen 1000000 Litern Wasser gefüllt ist.

Am Mittwoch stehen die Zeichen voll auf Politik. Nach einer Stadtbegehung im und ums Regierungsviertel, bei der auch das Bundeskanzleramt und das Paul-Loebe-Haus gesehen werden, geht es direkt in den Reichstag. Nach der obligatorischen Leibesvisitation, wird die Klasse 8 von einer Führerin sachkundig und höchst unterhaltsam durch das Gebäude geführt. Auf „geheimen“ unterirdischen Wegen gelangt man so direkt ins Paul-Loebe-Haus, das man vorher nur von außen bewundern durfte. Zurück im Reichstag fallen die Namen russischer Soldaten auf, die nach dem Sieg über das Dritte Reich mit Kohle auf den Sandstein geschrieben wurden. Als die Gruppe um eine Ecke biegt, läuft ihr Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Bundestags, in die Arme. Gewohnt offen spricht sie mit den Schülern über ihr Amt, fragt neugierig nach, wo denn alle herkämen und steht anschließend – als wäre das selbstverständlich – für Fotos zur Verfügung. Aus der Schülergruppe fällt voller Unglauben die Aussage: „Die war ja ganz nett, so normal!“ Politiker sind eben auch nur Menschen.

Die jüngere Vergangenheit der Bundesrepublik Deutschland steht am Donnerstag auf dem Programm. In einem Rundgang durch den Mauerpark erfahren die Schüler und Schülerinnen alles Wichtige über die Teilung Deutschlands in Ost und West. Die Sonderrolle Berlins als geteilte Stadt, die Fluchtversuche der Ostberliner und das harte Durchgreifen der DDR-Führung sind ein wesentlicher Bestandteil der Begehung. Ein Besuch im DDR-Museum steht den Schülern frei. Am Abend klingt die harmonische Klassenfahrt bei einer Runde Schwarzlichtminigolf aus.

Am Freitagmittag kommt die Klasse 8, nach einer heißen Woche in Berlin und einer nicht minderheißen Bahnfahrt wieder zurück in Hamburg an. Müde, aber glücklich wird sie von ihren beiden Klassenlehrern ins Wochenende entlassen, gestärkt durch viele gemeinsame Erlebnisse.

Jan Baugut

Berlin1 Berlin2

Schulrenovierung

In den Sommerferien werden an unserer Schule viele bauliche Dinge erneuert und renoviert. Das Schulgebäude ist schon eingerüstet und die Fassade erhält einen neuen Anstrich.

Auch die Fenster der Klassenräume werden erneuert und für die Klassen der dritten Etage wird es einen neuen Fluchtweg über das Dach zum Treppenhaus geben.

Das Schulbüro wird modernisiert und erhält einen neuen Zugang.

Außerdem wird die Eingangstreppe erneuert und neue Zwischentüren werden eingebaut.

Bis zum Anfang des kommenden Schuljahres soll alles fertig sein.

Fotoausstellung auf der MS Stubnitz

Exhibition

Triennale der Photographie Projektion und Jugendevent

Empfang für Kinder und Jugendliche auf der MS Stubnitz Am Dienstag, 23.6. fand ein Empfang mit Projektionen und Luftballon-Aktion an Bord der MS Stubnitz für Kinder und Jugendliche von 16 – 18 Uhr statt. Projiziert wurden die Ergebnisse eines Fotoprojekts mit 13-18 jährigen Hamburger Schülern, die im Vorlauf Bildgeschichten und Serien über den Stadtteil, in dem sie wohnen, fotografieren.

phototriennale.de/events/foto-projekte-fur-jugendlche/

Unsere Schüler der 7. Klasse durften auch an diesem Projekt teilnehmen.

Hier sind einige Eindrücke:

Abschlussfeier 2015

Ein außergewöhnlicher Schulabschied

Am Donnerstag, den 26.06.15 feierte die diesjährige Klasse 10 ihren Schulabschluss mit einem festlichen Gottesdienst in unserer Kirche und einer anschließenden Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe in der Turnhalle.

„Na, und?“, wird der eine oder andere fragen. „Alles wie immer, wie jedes Jahr.“ Wäre dieser Tag also, wie gewohnt, unter „erledigt“ im Terminkalender abzuhaken…?

Ich denke „Nein“, wir sollten nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, Zeugnisse, Konferenzen, Schuljahresende… Der Schulabschluss von Klasse 10 im Jahr 2015 verdient eine besondere Aufmerksamkeit und damit auch einen (nämlich diesen) eigenen Artikel und die werte Aufmerksamkeit des Lesers auf der homepage der Schule. Denn bei dem diesjährigen Schulabschluss handelte es sich in mancherlei Hinsicht um einen besonderen:

-Für 16 Schüler der Klasse bedeutete der Schulabschluss ein Abschied
von der KSA nach 10 Jahren an dieser Schule. 16 Schüler stammen aus der ehemaligen Klasse 1a von Frau Hannemann oder 1b von Frau Heeke aus dem Jahre 2005.
Auch nichts ganz Außergewöhnliches? Aber doch, denn ein Jahr später übernahm ich, die ehemalige Klasse 2b als Klassenlehrer und blieb dann für 9 Schüler der heutigen Klasse 10 ihr Klassenlehrer bis zum diesjährigen Schulabschluss. 9 Jahre durfte ich für 9 Schüler der diesjährigen Zehnten Klassenlehrer sein… 9 Jahre, in denen wir uns sehr vertraut geworden sind, in denen wir uns mit all unseren Stärken und Schwächen kennen gelernt und es miteinander „ausgehalten“ haben. Dass der Abschied deshalb am letzten Donnerstag nicht so leicht fiel, kann sich auch der nicht unbedingt beteiligte Leser vorstellen…

– Jedes Jahr neu, von 2006 bis 2014, am Ende des Schuljahres wurde mir die (besorgte, unsichere…?) Frage von den Schülern gestellt: „Bleibst Du unser Klassenlehrer?“ – Ja, 9 Jahre hab ich diese Frage immer wieder mit „Ja“ beantworten dürfen. So hatte ich die Chance, (wie schon vorher nur wenige andere Kollegen,) sozusagen zum „KSA-Dino“ zu werden, eine Chance, die ich mir, als ich vor 9 Jahren an die KSA kam, niemals ausgerechnet hatte. So etwas ist sicher nicht alltäglich und nicht an jeder (Stadtteil-) Schule möglich. Dafür bin ich heute allen Schülern, Eltern und Kollegen für ihre Unterstützung, ihre Geduld und Vertrauen mehr als dankbar.

– Noch etwas möchte ich zum Abschied von dieser Zehnten erwähnen:
Zu unserer Klasse zählen 25 Schüler/innen aus mehr als 14 verschiedenen Nationen. Also eine typische „multi-kulti“ Klasse der KSA. Über 10 Jahre habt Ihr, die Schüler, dieses internationale Zusammenleben im Schulalltag, im Alltag unserer Klasse erlebt und praktiziert. Für Euch war es selbstverständlich, mit Freunden und Mitschülern aus Portugal, Polen, Indien, Ghana, Chile, Italien, Spanien, Griechenland… (um nur einige Länder zu nennen) zusammen zu sein, zusammen zu lernen und zu leben. Große Worte wie „Völkerver-ständigung“, „Toleranz“ und „Frieden“ waren für Euch Alltag und gelebte Praxis. Dafür dürfen wir heute auch denkbar sein!

– Vielleicht kann ich das Besondere am diesjährigen Schulabschied noch
an ein paar Worten/ Sätzen aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von A. de Saint Exupery deutlich machen:
„Was bedeutet das ’zähmen’ ?“, fragte der kleine Prinz. „Es bedeutet : sich ‚vertraut machen’“, antwortete der Fuchs. … „Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt.“ …
Dass wir in unserem 9 jährigen schulischen Zusammenleben ein wenig von diesem „Vertraut-Sein“ und „Einzig-Sein“ erleben und erfahren durften, das ist schon einmalig. Und das ist, glaub ich, eine Erfahrung, die uns (Klassen-)Lehrern mit jeder Klasse, die wir unterrichten, geschenkt wird, mir in einem besonderen Maße mit dieser Zehnten 2015…!

– Unsere Feier in der Turnhalle ging zu Ende mit dem Song von Udo
Lindenberg „Good bye, sailor“. Die Worte dieses Liedes drückten vielleicht ein wenig die Abschiedsgefühle aus, die uns an diesem Tag bewegten: „Ein letztes Ahoi, ich muss fort. Die andern warten schon an Bord. Eine wirklich schöne Zeit mit Dir, bleibt ganz tief in mir. Nun steh’n wir hier, schwer bemüht, dass der andre keine Tränen sieht. Doch weißt Du, was das größte ist, dass Du echt mein bester Freund geworden bist.“
Martin König-Konerding

 

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